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Sind so kleine Seelen, offen ganz und frei.
Darf man niemals quälen, geh'n kaputt dabei*

 

 

Pressemitteilung
Gastgeber Uhldingen Mühlhofen e.V. (GUM e.V.)
01. Februar 2017

 
Sind so kleine Seelen, offen ganz und frei.
Darf man niemals quälen, geh'n kaputt dabei*

Der Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. erinnert mit dieser *Textzeile von Joan Baez alle Eltern daran, dass auch Kinder Fahrgastrechte haben. Wenn das Taxi Mama oder Papa regelmäßig die Kinder zur Schule fahren muss, dann stimmt etwas nicht mit Bahn- und Busunternehmen. Wer Kinder Rücksichtslos an einer Haltestelle stehen lässt lernt offenbar erst wenn es an den Unternehmensgewinn oder eigenen Geldbeutel geht.

Wir finden es unverschämt, wenn in diesem Zusammenhang betriebswirtschaftliche Gründe angeführt werden und erinnern daran, dass die Schülerbeförderung immer als das Rückgrat des ÖPNV bezeichnet wird.

Wenn, nach einer Verkaufsstatistik, von etwa 3,7 Millionen Fahrgästen knapp 40%, also gut 1,4 Millionen Schüler*innen sind, von denen 23.000 eine Monatskarte besitzen, wird schnell erkennbar, dass es sich nicht um Einzelfälle handeln kann.

Die Eltern sollten also kämpferisch und mutig ihre Rechte aus der bodo  Mobiltätsgarantie einfordern.

Diese macht es möglich, Taxikosten bis 35 Euro ersetzt zu bekommen wenn "der Fahrgast vernünftigerweise davon ausgehen kann, dass er sein Fahrtziel mit den zur Fahrt benutzten bodo Verkehrsmitteln um mehr als 30 Minuten später als im Fahrplan ausgewiesen erreichen wird und er keine Möglichkeit hat, andere das Verkehrsziel erreichende bodo Verkehrsmittel zu nutzen. Maßgeblich ist dabei der jeweils gültige Fahrplan...", frei nach bodo 2017.

Wir bitten den Originaltext zu lesen und weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Beitrag von uns nicht als Rechtsberatung gedacht ist und daraus keine Forderungen auf Beratung oder Rechtsbeihilfe abgeleitet werden können.

Jeder kann den Text aus dem Internet beziehen. Unter bodo_mobilitaetsgarantie.de gibt es dort eine PDF-Datei.

Trotzdem begrüßen wir natürlich, wenn alle Eltern diesen Antrag ab sofort stellen, schon damit nicht immer nur von Einzelfällen gesprochen werden kann. Eine kurze Nachricht bei Erfolg oder auch Misserfolg würde uns freuen. Die 30 Minuten werden beim 30 Minuten Takt fast immer erreicht.

Es kann keine Ausrede sein, Kinder wegen Platzmangel oder Bahn- bzw. Busausfall im Regen stehen zu lassen, weil in den Wintermonaten, wetterbedingt, mehr Schüler den Bahn- und Busverkehr nutzen. Das Mama oder Papa Taxi ist eine besondere Taxiform die Kosten verursacht und nach unserer Auffassung, wenigstens nach Mindestlohn und km-Pauschale zu bezahlen ist.

Um so mehr Menschen den Mut aufbringen diesen Antrag zu stellen um so eher wird sich der Schülerverkehr verbessern.

Zur Verbesserung der Situation rufen wir die im Bodenseekreis vertretenen Parteien und Bürgerinitiativen zur  Kontaktaufnahme mit uns auf. Besonders aber Eltern, Schülervertretungen, Rektor*innen und Elternbeiräte.

Wir können nicht verstehen, dass sich Gemeinderäte und Parteivertreter, einzige Ausnahme sind Roland Biniossek von der Partei DIE LINKE, für eine ECHT BODENSEE CARD und damit verbundene kostenlose Fahrten von Touristen im gesamten bodo Netz engagieren, dabei aber das Wohl der Kinder und deren Rechte aus dem Blick verlieren.

Der Alltag in den Schulen ist schon extrem anstrengend, beginnt oft um 6.30 Uhr mit der ersten Bahn- oder Busfahrt und endet am späten Nachmittag. Allein das sollte ausreichen einen Sitzplatz für jedes Kind bereit zu stellen.

Mit dem neuen bodo e-Fahrtausweis über Smartphone oder Chipkarte kommen noch besondere Erschwernisse hinzu, dann müssen der Ein- und Ausstieg bei jeder Fahrt über Kontaktstellen dokumentiert werden. Allerdings auch nur weil damit ein Bewegungsprofil zur Fahrtkostenabrechung erstellt wird.

Zum Schluss möchten wir die Partei Bündnis 90 / DIE GRÜNEN daran erinnern, dass es, bevor die REALOS den Himmel verdunkelten, in dieser Partei eine Wertegemeinschaft gab, die beim hören des oben genannten Liedes, in der Fassung von Bettina Wegner, sich eher ein Bein ausgerissen hätten, als irgend einem Kind Schmerzen zuzufügen.

 

 








 


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